Stop Wars – Refugees Welcome! Jugendaufruf gegen die NATO-Kriegskonferenz am 18. Februar 2017

Stop Wars – Refugees Welcome!
Aufruf 2014


Ausbildungsplätze statt Kriegseinsätze

Wie jedes Jahr treffen sich am ersten Februarwochenende im Bayerischen Hof MilitaristInnen, RüstungslobbyistInnen und die dazugehörigen PolitikerInnen – hauptsächlich aus NATO-Staaten – und planen ihre nächsten Kriege, die nächsten Waffendeals und besprechen wie sie die Bevölkerung am Besten auf Kriegskurs bringen. Diese Kriegskonferenz findet 2014 zum 50. Mal statt. 100 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg müssen wir heute noch erleben, wie der Terror der Krieges für Millionen Menschen eine alltägliche Erfahrung ist. Diese Jahrestage zeigen uns, dass wir laut und stark gegen Militarisierung und Kriege auf die Straße gehen müssen!

Bundeswehr raus aus Schulen, Hochschulen und Arbeitsagenturen!

Kriege sind keine fernen Probleme, die mit uns nichts zu tun haben, sondern sie beginnen hier. Denn für die „Sicherung deutscher Handelswege“ (Zitat ehem. Bundespräsident Köhler) schicken die Herrschenden die deutsche Armee in die ganze Welt. Der Einsatz beginnt jedoch in deutschen Klassenzimmern und Hörsälen. Jugendoffiziere der Bundeswehr geben immer öfter Unterrichtsstunden, um uns schon früh für ihre Kriege zu begeistern. Millionen Euro fließen in Werbemaßnahmen, die die Bundeswehr als normalen Arbeitgeber oder großes „Adventure“ darstellen. Auf der sogenannten Sicherheitskonferenz werden neben der Planung von Kriegsgeschäften und Kriegseinsätzen auch Kontakte zur Wissenschaft geknüpft. Denn Rüstungskonzerne vergeben Forschungsaufträge an Hochschulen und so wird an deutschen Universitäten für den Krieg geforscht. Während bei unserer Bildung gekürzt wird, versucht die Bundeswehr und Rüstungslobby als „netter Sponsor“ Einfluss auf den Lehrinhalt zu nehmen. Wir wollen keine Kriegstreiber in unseren Klassenzimmern und Hochschulen. Daher fordern wir die Einführung der ‘Zivilklausel’ an allen Hochschulen und Universitäten, also die Selbstverpflichtung nur für den Frieden zu forschen. Eine Militarisierung der Gesellschaft, die sogar schon im Kindesalter beginnt und auf unseren Schultern finanziert wird, wollen wir nicht mehr hinnehmen!

Geld für Bildung statt für Rüstung – Wir zahlen nicht für ihre Krise!

Während uns erzählt wird, dass überall gespart werden muss, sind Banken und Konzerne davon nicht betroffen. Im Gegenteil: Die Bundesregierung hat im Zuge der Krise für die Rettung der deutschen Banken und Konzerne viele hundert Milliarden Euro bereitgestellt. Doch die Krise ist noch lange nicht vorbei, die Kosten müssen wir tragen. Es wird weiter gekürzt in der Bildung, bei den Kommunen oder im Gesundheitssystem – überall fehlt das Geld. In den Schulen fehlen Lehrer und Bücher, die Klassenzimmer sind überfüllt. Doch nicht nur in Schulen fallen Arbeitsplätze den Kürzungsmaßnahmen zum Opfer. Auch beispielsweise in Krankenhäusern wird die Belegschaft mit unbezahlten jugendlichen PraktikantInnen aufgefüllt, weil ausgebildetes Personal zu teuer ist. In den Kommunen werden Schwimmbäder, Turnhallen und Jugendzentren geschlossen. Doch Anfang Februar werden im Bayerischen Hof Milliarden-Deals zwischen Regierungsvertretern und Rüstungskonzernen vorbereitet. Denn die Kriegseinsätze der Bundeswehr auf der ganzen Welt sind den Herrschenden jährlich 30 Milliarden Euro wert, die bei uns gekürzt werden. Wir wollen nicht mehr hinnehmen, dass Geld für Militär und Kriegseinsätze ausgegeben wird statt in unsere Bildung und Zukunft zu investieren! Wir wollen nicht mehr hinnehmen, dass Jugendliche einen „Job“ bei der Bundeswehr annehmen müssen, weil es zu wenig zivile Ausbildungsplätze gibt! Wir wollen nicht mehr hinnehmen, dass Kriege für den Profit von Konzernen geführt werden!

Gemeinsam für den Frieden, statt Spaltung durch Rassismus!

Die Kriege in Libyen, Syrien, Afghanistan und Irak und die Kriegsvorbereitungen gegen den Iran verursachen Elend, Flucht und Angst. Auch für uns Jugendliche in Deutschland, die als SoldatInnen in den todsicheren Auslandseinsatz geschickt werden sollen. NATO-Einsätze in der ganzen Welt bedeuten Chaos und Terror in den angegriffenen Ländern: ganze Familien werden getötet, unbeteiligte ZivilistInnen sterben durch direkte Kampfhandlungen oder an Armut und Hunger, die Kriege immer zur Folge haben. Aufgrund dieser NATO-Einsätze fliehen unzählige Menschen über das Mittelmeer nach Europa – wenn sie denn ankommen. In Lampedusa wurden in den letzten Monaten mehrmals hunderte Leichen angespült, die die Flucht in die Festung Europa nicht überlebt haben. Diejenigen, die es nach Europa geschafft haben, sind oft traumatisiert und werden hier den unmenschlichen und rassistischen Einreise- und Asylbedingungen ausgesetzt. Sie dürfen sich nicht frei bewegen, ihr Zugang zu medizinischer Behandlung ist stark eingeschränkt und ihnen wird verboten zu arbeiten. Die Verzweiflung der Flüchtlinge gipfelte in den letzten Monaten in mehrere Hungerstreiks, denn die Opfer der Kriege haben nichts zu verlieren. So grausam ist die sogenannte „Sicherheitspolitik“ der NATO, wenn wir einmal genauer hinschauen. Wir sagen: Wir dürfen uns nicht spalten lassen, denn Krieg ist gegen die Interessen jedes Jugendlichen. Es sind NATO-Kriege für Profit. Lasst uns gemeinsam ein Zeichen gegen Krieg, Rüstung und Militarisierung setzen! Wir wollen in einer Welt des Friedens leben!

Kampf dem deutschen Militarismus!

Auf der sogenannten „Sicherheitskonferenz“ geht es nicht um unsere Sicherheit, sondern um sicheren Profit der Banken und Konzerne! Deshalb werden wir im Februar mit tausenden Menschen auf die Straße gehen und gegen die Nato-Kriegskonferenz protestieren.

Komm zum Jugendblock auf der Großdemonstration gegen die NATO-Kriegskonferenz am Samstag, den 1. Februar 2014 um 13 Uhr am Marienplatz in München!

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